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Delphi

Delphi - am Abhang des Parnass hoch über dem Golf von Korinth gelegen, gehört zu den berühmtesten Kultstätten Griechenlands. Im Altertum war es als Orakelheiligtum des Apollon in der ganzen griechischen Welt und darüber hinaus angesehen. Die reichen antiken Reste und seine einzigartige Lage in der Berglandschaft, machen den Besuch zu einem Höhepunkt jeder Griechenlandreise. Vom Heiligtum fällt der Blick auf der einen Seite in das 400 m tief eingeschnittene Tal des Pleistos-Baches, auf der andern Seite liegt tief unten der silbrigglänzende Olivenhain von Amfissa.

Delfi galt den Menschen der Antike als Mittelpunkt der Welt: Als Göttervater Zeus einmal je einen Adler an *beiden Enden* der Welt aufsteigen liess, trafen sie sich genau hier ! Vor allem Apollon wird hier seit dem 8. JH. vor Chr. verehrt. Er verdrängte eine weibliche Gottheit, die aber weiterhin eine Rolle als Priesterin spielte. Phytia, war das Medium, das in einer Art Trance oder Rauschzustand die berühmten Delphischen Orakel hervorstiess, die welche dann die Priester in verständliche Sprüche umformulierten. Dieser Weissagungen wegen suchten bis in die römische Zeit Privatpersonen und offizielle Gesandtschaften Delfi auf. Pilgertourismus, Orakel-Gebühren und Weihegaben machten Delfi reich. Da die Fragesteller zuerst ihre Planungen, Ängste und Hoffnungen, ihre Situation und Probleme darlegen mussten, sammelten die Priester im Laufe der Zeit ein grosses psychologisches und soziologisches Wissen an und waren so immer bestens informiert besonders in politischen Vorgängen. So konnten sie in vielen Fällen als Mittler der verschiedenen Parteien geschickt agieren. Dadurch wiederum, gelangte das Orakel zu immer mehr Ruhm und Anerkennung. Die antike Stätte wurde 1891 von französichen Archäologen freigelegt.